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Presse (Auswahl)

Kunstmuseum Bochum

Hommage an den Chanson, »Wenn ich mir was wünschen dürfte, käm’ ich in Verlegenheit«, singt Milli Häuser im Kunstmuseum. Zur jüngsten Ausgabe der Konzert-Reihe »Tatort Jazz« ließen die Sängerin und ihr Sextett die fast in Vergessenheit geratene deutsche Chanson-Kultur wieder aufleben – mit Werken von Brecht oder Tucholsky….

Chanson-Kultur bedeutet nicht bloß zärtlicher Französinnen-Gesang – ganz im Gegenteil: Die Stücke sind frech, subversiv und von jugendlicher Lebendigkeit getragen … zu den großartigen Arrangements: … Hanns Eislers »Stempellied« tröten die Bläser hämisch, als würden sie den Protagonisten auslachen. Und zu Tucholskys »Liebespaar am Fenster« schmilzt das Saxofon dahin wie die besungene junge Liebe. Der zweite Weltkrieg war zweifellos eine traurige Kultur-Zäsur – doch der Chanson ist nicht tot, zumindest nicht an diesem Abend. WAZ Bochum, Dominik Lenze

Musikalisch-sinnliche Hommage an einen Ausnahme-Jazzer

Lupenreiner Jazz stand am Sonntagabend in der Christuskirche am Rathaus auf dem Spielplan. Gäste des Konzerts unterm Kirchenkreuz waren Les Monkophoniques mit »Milli sings Monk« – geboten wurde ein multimediales Programm um den legendären Pianisten Thelonious Monk (1917-1982).

Er gilt mit seinem eigenwilligen Klavierstil und seinen unverwechselbaren, abstrakten Kompositionen als einer der wichtigsten Innovatoren des Modern Jazz.

Die Monkophoniques um die Sängerin Milli Häuser – in Bochum durch ihre Tatort Jazz-Reihe bestens eingeführt – spielte ausgewählte Monk-Stücke chronologisch zu seinem Lebenslauf, in der mit Geschichten und Filmschnipseln passend dazu erzählt wird. Neben seinen musikalischen Ausdrucksformen erschien immer wieder auch der Mensch Thelonious Monk, ein schräger Vogel, könnte man wohl sagen, nie so recht gelandet im Alltäglichen – aber eben dies war die Voraussetzung, die der Künstler für seine Genie-Attacken brauchte.

Monks sperrige Stücke eingängig zu gestalten, ist ein Anliegen der Monkophoniques. Zu den Original-Instrumentals schrieb Milli Häuser Texte, arrangierte die Monk’sche Musik liebevoll um, wobei sie z. B. detailgetreu Klavierimprovisationen des Meisters singt bzw. scattet.

Tatsächlich waren es bei aller spielfreudigen Virtuosität von Uwe Kellerhoff (Schlagzeug), Nils Imhorst (Bass) und Joachim Raffel (Klavier) gerade Millis
Stimm-Einlagen, die diesen ungewöhnlichen Abend leichtfüßig und virtuos erscheinen ließen – und ziemlich sinnlich dazu. WAZ Bochum, Jürgen Böbers-Süßmann

Blue Note Osnabrück

»... Als wahres Energiebündel singt und schauspielert sich die zierliche Frau mit der hochgetürmten Frisur durch den Abend unter dem Motto »Chanson meets Jazz«. Begleitet wird sie von einer hochkarätigen Band, der auch Osnabrücker Jazz-Musiker wie Joachim Raffel (Klavier) und Robert Kretzschmar (Sax) angehören. … Musik und Texte sind bis auf wenige Verse unter anderem von Heinrich Heine und Kurt Tucholsky, Milli Häusers Kreationen.

In Swing-Funk Nummern entfaltet das Orchester einen satten Bigband-Sound, und auch in souligen Balladen wie »Mein Boot« gibt es Jazz-Trio-Einschübe. Manchmal ist es nur Kontrabassist Alexander Morsey, der die Sängerin … kongenial begleitet. Die jazzigsten Momente stellen sich in den krausen Monk Kompositionen ein. … Häuser improvisiert bravourös mit übermütigem und kratzbürstigem Scat-Gesang. In ihren eigenen Kompositionen zeigt sie ebenso originelle Einfälle … .« Osnabrücker Zeitung

Alte Molkerei Freren

»… Das Erlebnis Milli Häuser in der Alten Molkerei in Freren war atemberaubend: Die faszinierten Zuhörer erlebten eine fast dreistündige mitreißende Inszenierung praller Lebenslust, voller Sinnlichkeit und sprühendem Geist … Nach diesem mitreißenden Phänomen Milli Häuser und Band schien der emsländische Herbst weniger grau. … Eine schöne, ausdrucksstarke Stimme erklang da, jeder Ton saß, mitreißende Tempoverschleppungen im Belcanto ließen die Zuhörer fast hörbar die Luft anhalten. …

Eine Melodie flammte auf, beste Gelegenheiten für die Musiker, sich mit fantasievollen Improvisationen vorzustellen. Ganz offenbar alles hervorragende Solisten, die sich hier zu einem stimmigen Klangkörper mit fulminantem Sound zusammengetan hatten.«
mb, Frerener Zeitung

Christuskirche Bochum

»… Gedenken an Zwangsarbeiter – Begleitet von sieben Musikern zog die gebürtige Essenerin mit ihrer kraftvollen, fast tiefen Stimme die Zuhörer in ihren Bann. Die Musik selbst war ungewöhnlich für kirchliche Gefilde: feiner Jazz, intensive Soli und pure Spielfreude. Liebe, Heimat, Schmerz waren die Themen. … Sie besang die »Ehrlichkeit« und bediente ein außergewöhnliches Instrument: per Handbewegung bestimmte sie die Frequenzen des Tongenerators und brachte so Musik und Tanz noch näher zusammen. Ruhrnachrichten Bochum

Theater Bad Meinberg

»… Glanzvolles Konzert. Das Orchester begeisterte das Publikum mit dem Programm »Chanson meets Jazz« und transportierte eine unvergleichliche Lebenslust. … Die Komponistin, Sängerin und Tänzerin Milli Häuser zeigt auf der Bühne ihre unverwechselbare Vielseitigkeit, zieht das Publikum mit ihrer mal kräftigen, mal sanften Stimme in ihren Bann und strahlt übers ganze Gesicht. … Das Ensemble packt die Zuschauer mit intensiven und ergreifenden Klavier-, Saxophon- und Gitarrenklängen und entführt es mit einer Mischung aus Swing, Modern Jazz, sowie Chansons in neue Welten. Lippische Landeszeitung

»... Wie gut, dass der nächste Act, »The Jazz Party« mitsamt Bochumer Jazz-Ikone Milli Häuser, dann einige Besucher zum Tanzen bringt... «

Nach einer kleinen Pause ist Party, genauer: The Jazz Party ist angesagt. Die umtriebige Bochumer Tatort Jazz-Kuratorin und Sängerin Milli Häuser bringt mit Uwe Kellerhoff (dr), Caspar van Meel (b) und Matthias Dymke (p) und dem herausragenden ukrainischen Gastsolisten Dmitrij Telmanov (tr) eine andere Farbe ins Festival: Schon der Opener mit dem Bob Marley-Reggae Jamming, aber auch mit Feeling Good oder Roxanne oder dem Monk-Titel Rhythm-A-Ning zündet die Gruppe ein jazziges Feuerwerk von funkiger, karibisch angehauchter Musik, die zum Tanzen, zum Mitmachen, zum Aufwärmen anregt und in diesem Sinne mitzieht. Dies kommt beim Publikum gut an, meint doch der Wettergott es leider auch bei der zweiten Auflage des Herner Festivals nicht allzu gut mit der Open Air-Veranstaltung. Es regnet zwar nicht, aber es fegt ein für den Monat August atypisch kühler Wind, da ist jede Form musikalisch-rhythmischen Einheizens hochwillkommen. WAZ Herne, 17.8.2014, Heinrich Brinkmöller

Stadtheater Memmingen

» … Mit ihrer schönen, modulationsfähigen Stimme, löst sie sich vom allgemeinen Chansonklischee. … In moderner Crossover-Manier zwischen Jazz, Weltmusik, Pop oszillierend, trägt die ausgebildete Tänzerin ihre Stücke in intensiver Bühnenpräsenz vor. … Die "femme sympathique" (ehem. Kopf des Mondpalast-Orchesters in der Ruhrreveue "Watt ne herrliche Welt"), begeistert seit geraumer Zeit nicht nur im Ruhrgebiet ihr Publikum. …« Memminger Kurier

nrwjazz.netnrwjazz.net

»… Wenn man vorher ihre Vita liest, vermutet man einer 80-jährigen zu begegnen. Soviel hat sie in ihrem Leben schon gemacht und macht sie noch. Und wenn sie etwas macht, dann richtig. Mit all ihrer Energie, wie z.B. die Jazzreihe Tatort Jazz. Bereits seit fünf Jahren gibt es diese Reihe und Frau Häuser stellt mit einem lächerlich geringen Etat aus dem Stadtsäckel, der im Kulturhauptstadtjahr auch noch vollständig wegen der dramatischen Finanzlage der Stadt Bochum komplett gestrichen worden ist, Woche für Woche z.T. herausragende Jazzmusiker mit der Tatort Jazz Hausband auf die Bühne des Thealozzi. Aber statt zu jammern und zu resignieren zieht sie los und sucht einen Sponsor. Und so kann auch in diesem Jahr, Dank der Unterstützung der Sparkasse Bochum, die erfolgreiche Jazzreihe fortgesetzt werden.« Bernd Zimmermann 2010 auf nrwjazz.net

JazzpodiumLutz Eikelmann

schrieb über mich in der Zeitschrift Jazzpodium (Ausgabe 11/2014). Seinen etwas längeren Bericht können Sie hier nachlesen.

Online bei der Presse u.a. verfügbar

Dominik Lenze am 21. September 2016 in der WAZ: »“Tatort Jazz“ feiert runden Geburtstag«

Michael Nickel am 2. Mai 2016 in den Ruhrnachrichten: »Musikschule hilft bei Integration von Flüchtlingen«

Ronny von Wangenheim in den Ruhrnachrichten am 7. Juni 2013: »Inklusives Konzert – Musiker aus Dortmunder Modell beim Tatort Jazz«

Sebastian Ritscher in den Ruhrnachrichten am 25. Juni 2013: »Besonderes Ferienangebot: Thealozzi veranstaltet Kulturcamp für Kinder«

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